Probanden & Forschung - Medikamententester sind wichtig für medizinische Forschung

Immer wieder stellt sich die Frage, wozu man eigentlich klinische Studien braucht. Braucht die medizinische Forschung Probanden? Die Antwort auf diese Frage lautet klar und deutlich: Ja! Die Vorteile einer frühzeitigen Einführung von neuartigen Behandlungsmethoden und Medikamenten sind nicht von der Hand zu weisen.

Neue Diagnoseverfahren ermöglichen eine verbesserte und schnellere Feststellung von Krankheiten. Viele Krebs-Patienten verdanken ihr Leben einer frühzeitigen Erkennung des Tumors im Rahmen einer regelmäßigen Krebs Vorsorgeuntersuchung. In diesem Bereich der Medizin wurden in den letzten Jahren nicht zuletzt durch Gentests gravierende Fortschritte erreicht, die ohne den Einsatz von Probanden nicht möglich gewesen wären. Ein Beispiel ist hier etwa der Fortschritt in der DNA Sequenzanalyse, der den Durchbruch bei der Entschlüsselung des menschlichen Genoms ermöglichte

Analoges gilt für die Erforschung neuer Medikamente. Gäbe es keine Medikamententester, würde sich die Einführung von Pharmazeutika mit neuartigen Wirkstoffen wesentlich länger hinziehen. Zudem wäre bei bei Markteinführung die Unsicherheit über unerwünschte Nebenwirkungen ungleich höher.

Wie bedeutend die zeitliche Komponente ist, zeigt sich z.B. an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Malaria. Jährlich infizieren sich 500 Millionen Menschen mit der Tropenkrankheit, davon sterben rund eine Million. Die u.a. von GlaxoSmithKline vorangetriebene Erprobung eines Impfstoffes ist ein langwieriger, aber vielversprechender Prozess. Ohne Probanden würde es noch viele Jahre länger dauern, bis Malaria-Epidemien durch die Entwicklung eines Malaria Impfstoff endgültig der Vergangenheit angehören werden.

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Zusammenfassung

Braucht die medizinische Forschung Probanden? Hier lesen Sie, warum Medikamententester so wichtig sind für die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden und Arzneimittel